Wer gewinnt die 17. Strandkorb-WM? Der Rekord liegt bei 4,91 Sekunden. Und es geht nicht nur um die Ehre.

Die Strandkörbe sind eigentlich schon abgebaut: Doch mitten im Winter werden die Dutzende Kilo schweren Teile nun über den Sand auf Usedom geschleppt. In Zweierteams kämpfen die Teilnehmer am Strand in Ahlbeck um den Titel bei der 17. Strandkorb-Weltmeisterschaft. Sie befördern die Strandmöbel über eine Strecke von 20 Metern. 

Vor den Finalläufen am frühen Abend starteten am Nachmittag die Kinderläufe. Zum Programm des Festes gehörte auch ein buntes Bad. Dabei stiegen kostümierte Eisbader aus Deutschland und Polen in das drei Grad kalte Wasser der Ostsee. Wie ein dpa-Fotoreporter beobachtete, waren die Tribünen am Strand am Nachmittag gut besucht.

Unter fünf Sekunden

Der Rekord bei der Strandkorb-WM steht bei 4,91 Sekunden. Organisator Mayk Borchardt schätzte das Gewicht der Strandkörbe auf etwa 70 Kilogramm. 

Zur Strandkorb-WM haben sich nach Angaben der Organisatoren 20 Teams angemeldet. Das sind so viele wie nie zuvor. Mehrere Hundert Schaulustige hatten bereits die Qualifikationsrennen am Freitagabend von den Tribünen am Strand verfolgt und die Strandkorbträger angefeuert.

Für die Finalläufe sind 16 Teams qualifiziert. Die Teilnehmer der WM waren nach Angaben des Veranstalters aus allen Teilen Deutschlands und auch aus Österreich angereist. Dem Siegerteam winken 1.000 Euro. Doch erhalten laut Borchardt alle für das Finale qualifizierten Mannschaften ein Preisgeld, von 20 Euro aufsteigend bis 300 Euro für die Vizeweltmeister. 

Borchardt, Strandkorbvermieter mit Kapitänspatent, gilt als der Erfinder des Strandkorb-Spektakels in der touristisch unterkühlten Jahreszeit. 2007 wurde die Meisterschaft zum ersten Mal ausgetragen.