Von diesem Transfer hatte man sich bei Werder Bremen viel mehr versprochen. Der Franzose Skelly Alvero kam aus Lyon, kostete viel Geld – und spielt bislang keine Rolle.

Rund fünf Millionen Euro gab Werder Bremen vor dieser Saison für den Franzosen Skelly Alvero aus. In die Verpflichtung des 22 Jahre alten Mittelfeldspielers wurde ein Teil des Geldes investiert, das die Bremer vor rund einem Jahr durch den Einstieg einer regionalen Investorengruppe einnahmen. Vor dem Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt (Samstag, 18.30 Uhr/Sky) hat Werder-Trainer Ole Werner nun ausführlich darüber gesprochen, warum sich dieser Transfer bislang nicht auszahlte und Alvero bei den beiden vergangenen Bundesliga-Spielen nicht einmal zum Kader gehörte.

„Ja klar hat das rein sportliche Gründe. So wie alle Entscheidungen, die wir treffen“, sagte der Coach. „Es ist so, dass es andere einfach besser machen als er. Im Training oder bei den Einsätzen, die sie hatten.“

Konkret geht es Werner bei Alvero „um die Klarheit in seinem Spiel. Im Ballbesitz die Fehlerquote zu minimieren. Dass man einfach spielt, Bälle schnell weiter passt, ohne dass man das Besondere versucht. Das ist bei ihm der erste Anhaltspunkt“.

Gutes Beispiel Burke

Ein hoffnungsloser Fall ist der ehemalige Spieler von Olympique Lyon aber noch nicht. Der Schotte Oliver Burke zum Beispiel wurde von Werder in den vergangenen drei Jahren zweimal an den FC Millwall und an Birmingham City verliehen. Vor dieser Saison sollte er eigentlich verkauft werden. Aktuell ist der Stürmer aber sogar Stammkraft – noch vor dem ehemaligen Frankfurter André Silva.

Eine solche Entwicklung ist auch bei Alvero möglich. Werners Weg dorthin: „Dem Spieler erklären, warum man wie entscheidet. Dinge aufzeigen, die er verbessern muss, um seine Situation verändern können“, sagte der Trainer. „Manchmal spricht man mehr mit den Jungs, die hinten dran sind, als mit denen, die von Beginn an spielen. Um ihnen eine Perspektive aufzuzeigen.“