Bei Bauarbeiten wird in der Freiburger Innenstadt eine Fliegerbombe gefunden. Die Evakuierung wird ausgeweitet, die Entschärfung verzögert sich.
Die Entschärfung einer in der Freiburger Innenstadt gefundenen Fliegerbombe verzögert sich. Wie die Polizei am späten Abend mitteilte, wurde der Evakuierungsradius von 100 auf 300 Meter ausgeweitet. Die Evakuierungen dauerten an, betroffen seien nunmehr mehr als 2.000 Menschen. Die Entschärfung sei im Laufe der Nacht geplant. Zuvor war noch vom Abend die Rede.
Vor der Entschärfung durch den Kampfmittelbeseitigungsdienst müsse in kritischen Bereichen ein Splitterschutz errichtet werden, teilte die Polizei mit. Bei dem Blindgänger handle es sich um eine 250 Kilogramm schwere britische Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg. Sie war bei Bauarbeiten gefunden worden.
Betroffen von der Evakuierung waren nicht nur Bewohner in unmittelbarer Umgebung, sondern auch Teile eines Krankenhauses. Die Anwohner sollten für die Zeit der Evakuierung in einer Schule in der Nähe unterkommen.
Das Freiburger St. Josefskrankenhauses richtete seinerseits einen Krisenstab ein. Die Evakuierung betraf einen Ergänzungsbau mit Intensivmedizin, die Geburtshilfe und OP-Sälen. Zwei werdende Mütter und weitere elf Patienten wurden in andere Kliniken verlegt. Zudem wurden 45 „entlassfähige“ Patienten entlassen, um Platz für die Verlegung von Patienten aus dem zu evakuierenden Klinikteil zu schaffen.