Ein luxuriöses Festival am Strand – für reiche, junge Menschen. Das sollte das „Fyre Festival“ 2017 werden, es endete jedoch in einem sagenhaften Debakel. Klappt es 2025?

Eigentlich ist dies ein Satz, der so gar nicht existieren sollte: Offenbar wird es eine Neuauflage des „Fyre Festivals“ geben. Sie erinnern sich vielleicht: Jenes angeblich exklusive, luxuriöse Musikfestival auf einer tropischen Privatinsel, dessen teure Tickets sich nur Sprösslinge reicher Familien leisten konnten. Die jedoch wurden bitter enttäuscht – die Organisation entpuppte sich als katastrophal, von den versprochenen Annehmlichkeiten fand sich vor Ort nichts, und die angekündigten Musiker tauchten auch nicht auf. Ein Desaster.

Das Festival-Debakel im Jahr 2017 endete schließlich vor Gericht – und in den Medien. Auch eine Netflix-Doku entstand und erlangte Kult-Status. Jeder, der diese absolute Blamage damals verfolgt hat, darf nun irritiert den Kopf schütteln: Trotz allem soll es einen weiteren Versuch geben, ein „Fyre Festival“ auf die Beine zu stellen. Dieses Mal an einem Strand auf der mexikanischen Isla Mujeres.

Das „Fyre Festival“ 2017 war eine Katastrophe

Bisher gibt es nur eine Website. Und die geizt mit konkreten Informationen. Immerhin das Datum wird verkündet: 30. Mai bis 2. Juni 2025. Also bald. Tickets sollen ab 1400 US-Dollar kosten – in der günstigsten Kategorie. Darin enthalten sind der Eintritt und, immerhin, der Transfer von bestimmten Hotels auf der Insel zum Festivalgelände. Flug und Unterkunft müssen extra bezahlt werden. Wer Hotelübernachtungen, Flughafentransport und einige weitere Annehmlichkeiten dazubuchen will, zahlt 25.000 Dollar. Und wer etwas ganz Besonderes will, bekommt für 1,1 Millionen US-Dollar ein sogenanntes „Prometheus-Ticket“. Das gilt immerhin für acht Personen, beinhaltet einen Privatchauffeur, Zugang zur Bühne, einer exklusiven Bucht, „intime Dinner“ und mehr – „Prometheus-Gäste werden leben wie die Götter des ‘Fyre Festivals“, heißt es auf der Seite.

Was das „Fyre Festival 2“ aber im Endeffekt genau sein wird, ist noch unklar. Denn bisher findet sich auf der Website kein Line-up. Kein einziger Musikername. Kein Timetable. Angepriesen werden lediglich ein paar Aktivitäten, die eher nach Urlaub klingen – Whale Watching, Wellness oder Extremsport. Das klingt noch sehr schwammig. Auch, wer genau das Festival veranstaltet, wird nicht direkt klar. Auf der Internetseite wird lediglich eine „Fyre Holding, Inc.“ genannt, die sich hinter den Namen von Rechtsanwälten versteckt. Tatsächlich ist aber Billy McFarland, der ursprüngliche Fyre-Erfinder, wieder mit an Bord. Er hatte nach dem Debakel 2017 aufgrund zahlreicher Betrügereien vier Jahre in Haft verbracht.

Wer veranstaltet das „Fyre Festival“ 2025?

Ob das Spektakel tatsächlich stattfindet? Und ob es auch nur ansatzweise so pompös vonstattengehen wird, wie es die Veranstalter anpreisen? Das darf wohl derzeit noch bezweifelt werden. Ob sich nach den Ereignissen von 2017 genug Menschen finden, die den Organisatoren ihr Vertrauen und ihr Geld überlassen? Ob sich wirklich namhafte Künstler mit dem Event in Verbindung bringen lassen wollen? Erfahren wird man das wohl erst im Mai.