Der französische Dschihadist Mehdi Nemmouche ist wegen der Geiselnahme französischer Journalisten in Syrien 2013 am Freitag in Paris zu lebenslänglicher Haft verurteilt worden. Die Richter verschärften die Strafe durch eine 22-jährige Sicherheitsperiode, in der er keine vorzeitige Entlassung beantragen kann. Nemmouche, der bereits 2019 wegen des Mordes an vier Menschen im Jüdischen Museum in Brüssel zu lebenslanger Haft verurteilt worden war, hatte alle Vorwürfe bestritten. 

In seinen Schlussworten vor Gericht bekräftigte er, dass er in lediglich gegen den Machthaber Baschar al-Assad gekämpft habe. „Das syrische Volk hat sich durch Terrorismus von der Diktatur befreit. So gesehen bin ich ein Terrorist, und dafür werde ich mich niemals entschuldigen“, sagte er. Er bedaure keine seiner Taten, fügte er hinzu. 

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