Wie bringt man die Drogenabhängigen von der Straße? Im Frankfurter Bahnhofsviertel will man einen neuen Weg gehen.

Um die Zustände im Frankfurter Bahnhofsviertel zu verbessern, will die Stadt ein Suchthilfezentrum errichten. Nun wurde der Plan ein bisschen konkreter: In der Niddastraße stünde eine geeignete Immobilie zur Verfügung. Das Haus erfülle alle notwendigen Voraussetzungen, teilte Sozial- und Gesundheitsdezernentin Elke Voitl (Grüne) mit. 

„Ich werde dem Magistrat vorschlagen, das Objekt so schnell wie möglich im Namen der Stadt zu mieten und damit den nächsten entscheidenden Schritt zur Verbesserung des Bahnhofsviertels zu gehen“, erklärte Voitl. Das Zentrum soll unter einem Dach sämtliche Arten von Hilfe anbieten: von Aufenthalts- und Konsumräumen über Ruhebetten und Übernachtungsmöglichkeiten bis hin zu medizinischer Behandlung und psychosozialer Beratung. 

„Wir haben es heute mit einer sehr heterogenen Szene mit sehr unterschiedlichen Menschen zu tun, die neben der Suchterkrankung noch viele andere Probleme bewältigen müssen. Hinzu kommt die Verbreitung von Crack und Fentanyl“, so die zuständige Dezernentin. Ziel sei, dass in Zukunft weniger auf der Straße konsumiert werde.